Automaten-Briefmarken - die Standardmarke im Postverkehr

In der Schweiz laufen Versuche mit computergestützten Scannern, welche in der Sekunde auf sieben Briefen automatisch die Wertstufen auf Automatenmarken lesen und zwei Markenwerte sogar zusammenzählen können. Es ist nur schwer vorstellbar, dass die Druckmaschinen der grossen Briefmarkendruckereien noch jahrzehntelang Briefmarken mit eingedruckten Wertstufen in Bogenform ausdrucken. Das landesweite Verteilen, Sortieren und Abrechnen dieser Bogen nach Wertstufen ist äusserst unrationell und nicht mehr zeitgemäss.

Courvoisier (La Chaux-de-Fonds, Schweiz), eine der besten und leistungsfähigsten Briefmarkendruckereien der Welt, hat bereits heute Vorkehrungen getroffen, den Anschluss an die Zukunft nicht zu verpassen. In Zusammenarbeit mit der Firma Frama hat man sich auf den Druck von schönen Markenrollen für die neuen Markenautomaten vorbereitet. Die Rollen für die neuen ATM-Ausgaben im Fürstentum Liechtenstein und in der Schweiz werden ebenfalls dort gedruckt.

Die Entwicklung bei den Automaten-Briefmarken ist sehr gut mit der Geschichte bei den Bogenmarken ab 1840 zu vergleichen, wo heute selbstverständliche Sachen wie Zähnung, Motive und vierfarbige Marken ebenfalls erst nach vielen Jahren eingeführt wurden. In einer nicht so fernen Zukunft wird die Automaten-Briefmarke mit schönen Motiven bei ihren riesigen Vorteilen (kein Bogenreissen mehr, immer richtige Portowerte; z.B. nach Portoerhöhungen) die Standardmarke im Postverkehr sein.

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