USA: Daten ab April 2000 keine ATM mehr

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Alle Automaten- und Briefmarken sind immer anonym ohne offensichtlichen oder codierten Hinweis auf den Käufer. Es wird auch zwingend vorausgesetzt, dass jeder Interessent die Ausgabe an einem öffentlich zugänglichen Automaten, Schalterdrucker oder bei der Versandstelle kaufen kann
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Eine Klarstellung zu Angeboten mit angeblichen Automatenmarken mit Daten nach dem 31.03.2000, die aus IBM, NCR oder auch NEOPOST-Geräten stammen sollen:

Die Feststellung, dass diese USA-Ausgaben keine ATM sind, weil sie nur mit der Kreditkarte bezahlt werden können, trifft nicht zu. Die Bezahlungsart spielt selbstverständlich keine Rolle, sondern die Angabe von persönlichen Absender-Daten (Kreditkarten-Nummer, Name der Käufers, Lizenznummer) auf dem Wertzeichen.

Mit Hilfe von entsprechender Hard- und Software kann wie bei allen Freistempeln festgestellt werden, wer dieses Wertzeichen gekauft hat. Die USA-Post hat diese Massnahme im April 2000 aus Sicherheitsgründen (Aufgabe von gefährlichen Postsendungen) eingeführt. Man wollte die anonyme Aufgabe von Postsendungen unterbinden.

Die Ausgaben in den USA können aber seit April 2000 nur mit persönlichen Kreditkarten bezahlt werden. Diese Daten des Käufers stehen codiert im aufgedruckten Code. Dies ist der Grund, warum die neuen USA-Ausgaben nicht mehr als Automatenmarken katalogisiert werden.

Sogenannte Neopost, SnapStamps und Stamps.com-Ausgaben werden ebenfalls als Automatenmarken angeboten. Die Neopost-Geräte waren zu keinem Zeitpunkt öffentlich zugänglich und bei den Stamps.com- und ähnlichen Ausgaben fehlt sogar der Automat. Diese Ausgaben entstehen am heimschen Computerdrucker. Es gibt davon bereits dutzende von Ausgaben mit diversen Präsidenten, Sportarten und verschiedenen Postlogos, die Papiere meistens von der privaten Firma Stamps.com. Unzähligen Besonderheiten und Varianten sind hier Tür und Tor geöffnet. Diese Ausgaben werden nicht als Automatenmarken katalogisiert und sollten auch nicht so bezeichnet werden. Es handelt sich um Internet-Frankaturen, einen modernen Freistempel.

Es ist aber nicht so, dass nun alle zukünftigen Ausgaben mit Data Matrix- oder Barcode keine ATM mehr sind. Wenn die Wertzeichen mit Münzen, Banknoten oder anonymen Geldkarten (z.B. mit der Danmont-Karte in Dänemark) gekauft werden können, handelt es sich um Automatenmarken, auch wenn auf dem Wertzeichen ein Code aufgedruckt wird. Es ist ja dann nicht möglich, irgendwelche Absenderdaten auf der Marke zu speichern oder später herauszufinden. Die Marke ist also völlig anonym und enthält keine persönlichen Daten über den Käufer. In diesem Fall handelt es sich selbstverständlich weiterhin um eine Automatenmarke, die auch im MICHEL-ATM-Katalog erfasst wird.

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