Schweiz: Test mit WebStamp läuft

Seit dem 7. April 2004 läuft in der Schweiz der Test mit WebStamp. Dieses Computer-Programm ermöglicht es, Frankaturen mit dem eigenen Computerdrucker herzustellen. Die Post nennt diese WebStamps Briefmarken aus Ihrem PC, philatelistisch handelt es sich um moderne Freistempel. Es handelt sich um den weiterentwickelten und an die Schweiz angepassten Nachfolger von STAMPIT, der bereits 2002 für kurze Zeit getestet wurde.

WebStamp ist eine virtuelle Frankiermaschine, die über das Internet mit dem Zentralrechner der Post verbunden ist. Nach dem Start des Programms wählt man die gewünschte Sendungskategorie und gibt die Empfängeradresse ein. Jeder WebStamp ist immer nur zusammen mit dem aufgedruckten Empfänger gültig. Im rechteckigen Data Matrix-Code sind neben Sendungskategorie, Porto, Datum, Postleitzahl, einer fortlaufenden Sendungsnummer und anderen Daten auch Teile der Empfängeradresse gespeichert. Vor jedem Druck eines WebStamps wird über das Internet eine kurze Verbindung mit dem Zentralrechner in Berlin aufgenommen. Das Programm WebStamp basiert auf der Software STAMPIT der Deutschen Post AG; daher werden auch die Transaktionen über das System der Deutschen Post abgewickelt. Auf Grund der übermittelten Daten wird dann der Data Matrix-Code generiert und zusammen mit der Adresse ausgedruckt.

In den Briefzentren kann überprüft werden, ob der WebStamp zum Empfänger gehört und somit gültig ist. Die im Data Matrix-Code gespeicherten Adressteile und die Postleitzahl werden mit der Empfängeradresse verglichen. Im Endausbau sind die Datenscanner in allen Briefzentren miteinander verbunden und alle Data Matrix Frankaturen (auch die anderen Freistempel der Generation IFS) werden in einer zentralen Datenbank erfasst. Im Juli 2004 wird es voraussichtlich soweit sein. Kopien werden dann sofort auffallen, wenn zwei WebStamps mit einer identischen Sendungsnummer im Umlauf sind.

Es gibt je nach Sprachregion die drei WebStamp Ausgaben DIE POST, LA POSTE und LA POSTA. Oben links in der Ecke wird das Logo in deutscher, französischer oder italienischer Version aufgedruckt. Daneben erscheint die Lizenznummer (Geräte-Nummer), die Sendungskategorie und der Frankaturwert, in der 2. Linie der Aufgabeort und das Datum. Der WebStamp wird als Etikette oder direkt auf den Briefumschlag gedruckt. Bei der Verwendung von Fensterumschlägen ist auch der Druck auf den Briefbogen möglich. Im Gegensatz zu STAMPIT 2002 wird nun zusätzlich die Sendungskategorie aufgedruckt. Für Standardbriefe gibt es die vier folgenden Zudrucke auf dem Wertzeichen: B STANDARD und A STANDARD für Inlandbriefe, ECONOMY SPI und PRIORITY SPI bei Auslandsendungen.

Der aktuelle Markttest soll bis Ende August 2004 dauern. Danach wird entschieden, ob und wann WebStamp als dauerhafte Dienstleistung in das Programm der Post aufgenommen wird.

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