Belgien: ATM-Skandal

Belgien war schon in der Vergangenheit nicht eines der Länder mit einer seriösen Ausgabepolitik bei den Automatenmarken. Konsultieren Sie nur einmal den aktuellen MICHEL-ATM-Spezialkatalog. Fast seitenweise wird von Manipulationen berichtet, die als zusätzlicher Hammer in vielen Fällen bei der Versandstelle stattgefunden haben. Genau diese Versandstelle hat auch die unnötigen Massen an Sonder-ATM zu verantworten; immer mit dem gleich phantasielosen Klischee und dem sattsam bekannten Sicherheitspapier.

Auf die FILA KORTRIJK 2002 steigert man sich nun nochmals: Dieses Sonderklischee (ich hätte es ohne viel Denkaufwand schon vor Monaten zeichnen können) wird auf ZWEI Papieren verausgabt, nämlich am Donnerstag und Samstag auf einem neuen "Euro"-Sicherheitspapier, am Freitag und Sonntag auf dem alten Papier. Das ist nur noch Geldmacherei und hat mit seriöser Ausgabepolitik nichts mehr zu tun. Eine Marke zu EUR 0.42 von jedem Papier wird für jede ATM-Sammlung wohl genügen. Wer mehr ausgibt und diese Versandstelle noch unterstützt, ist selber schuld.

Der Witz des Jahrzehnts ist, dass der Direktor der belgischen Versandstelle Frank Daniëls sehr aktiv in einer speziellen Kommisson beim Weltpostverein für "eine seriöse Briefmarken-Ausgabepolitik" mitwurstelt. Wenn ich mir die laufenden Skandale und anderen Massenausgaben bedruckter Bildchen (zB. 80 !!! Briefmarken zum Thema Jahrtausendwende) in Belgien anschaue, sollte Herr Daniëls zuerst vor der eigenen Türe kehren. Grosse Unterschiede zu Bananenrepubliken wie Gambia, Grenada und Guyana kann man bei Belgien nämlich nicht mehr feststellen.

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