Deutschland: Zwei Druckertypen verschwinden
Die beiden Druckertypen K und N (ATM MiNr. 2.1 und 2.2) können bei der Versandstelle für
Postwertzeichen nur noch bis am 30. Oktober 1998 bestellt werden. In einer für
ATM-Sammler beispiellosen Werbeaktion wandte sich die Niederlassung Postphilatelie mit
einem persönlichen Schreiben an ihre Kunden. Mit einem sehr übersichtlichen
Bestellschein können letztmals die beiden Typen K und N bestellt werden. Es sind alle
Wertstufen und beide Numerierungen erhältlich. Beide ATM-Typen können also noch mit den
neuen senkrechten Zählnummern geordert werden.
Die zukünftig einzige Druckertype N 24 (MiNr. 2.3) wird kurzfristig ebenfalls mit beiden
Nummernarten angeboten. Nach dem 30. Oktober 1998 können nur noch diese ATM mit
Nadeldruck und der neuen Numerierung bestellt werden.
Mettler-ATM mit dem abweichenden Aufdruck gab es zu keinem Zeitpunkt bei der
Versandstelle. Sie waren nur an den PIA-Versuchsgeräten vom 24. April - 18. Juli 1998
erhältlich. Diese Briefmarken werden im MICHEL-ATM-Spezialkatalog unter der Nummer 2.4
katalogisiert.
Bis alle alten Ortsautomaten mit den Druckertypen K und N abgebaut sind, wird allerdings
noch einige Zeit vergehen. Solche Automaten werden vermutlich auch noch in ein paar
Monaten anzutreffen sein. Beim Rückzug des Automaten 631 mit Quittungsabgabe verging ein
Jahr, bis das letzte Gerät am 26. August 1998 in Frankfurt am Main endgültig
abgeschaltet wurde. Interessant ist die Mitteilung der Post, dass bei den folgenden
Postfilialen noch alte Nagler-Automaten installiert sind: 96114 Hirschaid, Bahnhofstr. 22a
(bis 2.11.1998), 96317 Kronach 2, Kirchplatz 2 (bis 16.11.1998) und 96328 Küps 1,
Bahnhofstr. 33 (bis 18.11.1998).
Frühestens 1999 oder auch erst mit der Einführung des Euro 2002 wird dann endlich das
veraltete DBP (Deutsche Bundespost) auf den ATM verschwinden. Problematisch wird der
gleichzeitige Wechsel auf ein neues Vordruckpapier und eine neue Postabkürzung, da die
Post die Verwendung von anderen Kombinationen (altes Papier / neues Logo und umgekehrt)
mit allen Mitteln verhindern will. Denkbar ist auch die Verwendung neuer Papierrollen, die
dank geänderter Softwareunterstützung (der Euro kommt !) von den jetzigen DBP-Druckern
nicht mehr angenommen werden.
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