Grosses Interesse für Nagler-ATM Niederlande
Die ATM-Neuheit der Niederlande aus den Nagler-Druckern stösst auf ein grosses
Interesse bei den ATM-Sammlern. Die Firma Nagler konnte zum ersten Mal
Münzwertzeichendrucker ausserhalb Deutschlands verkaufen.
Das Gerät akzeptiert die
Münzen 0.25, 1.00, 2.50 und 5.00 Gulden. Anstelle von Wechselgeld werden ATM zu -.80
Gulden und ein Restwert ausgedruckt. Auf Verlangen erhält man eine Quittung auf
Thermopapier, die immer auf ein Vielfaches von 0.25 Gulden lautet. Passende
Einzelquittungen für Standardsendungen wie z.B. 0.80 (Brief Inland) sind daher nicht
möglich. Es können maximal zehn ATM (0.05 bis 0.75 Gulden) bzw. 99 ATM (ab 0.80 Gulden)
einer Wertstufe gleichzeitig gedruckt werden.
Interessanterweise gibt es auch
Gutschein-Quittungen, wenn der Automat aus technischen Gründen den Kaufvorgang nicht
beenden kann. Bei einem Mehrfachkauf und Papiermangel am Rollenende ist ein solcher
Gutschein fällig. Diese sind den ATM-Sammlern nicht ganz unbekannt. Bereits 1990 bei der
ersten ATM-Ausgabe in den Vereinigten Staaten (MiNr. 1 Autopost) und bei den Versuchen ab
1992 druckten alle Prototypen bei Störungen solche "Vouchers" aus, die heute
sehr gesucht sind.
Anscheinend gibt es noch Kinderkrankheiten mit der Kombination Druckwerk Nagler und dem
Markenpapier, das ursprünglich für die neuen Frama-Automaten konzipiert wurde. Bereits
jetzt werden Doppeldrucke, Gummidrucke und zusammenhängende Paare angeboten. Die
Gummidrucke sollen bereits am Ersttag nach 17.00 Uhr in Hilversum entstanden sein. Eine
interessante Abart, die allerdings zumindest bei den Frama-Druckern nicht mehr möglich
wäre, wenn die holländische Post nur eine graue Markierung aufdrucken würde. Bei
Markierungen auf beiden Seiten kann auch das neue Gerät nicht erkennen, ob die Rolle
seitenverkehrt eingelegt wurde. Bei den Ausgaben der Schweiz oder Liechtensteins sind
technisch keine Gummidrucke mehr möglich, da nur eine einzige Markierung auf der linken
Seite der Briefmarke aufgedruckt ist.
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