Automatenmarken Schweiz

Schweizerische Eidgenossenschaft; Confoederatio Helvetica (Helvetia); 7000000 Einwohner. Hauptstadt Bern mit 135000 Einwohnern. Weitere Städte: Zürich 341000, Basel 171000, Genf 167000. Sprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die drei Urkantone gründeten 1291 die Eidgenossenschaft, weitere Kantone traten später bei, 1648 Unabhängigkeit vom Römischen Reich, 1848 Gründung des schweizerischen Bundesstaates.

Die Postverwaltung der Schweiz hat sich bereits sehr früh für moderne Briefmarkenautomaten interessiert. 1973 wurde von der Generaldirektion PTT ein Pflichtenheft für einen völlig neuen Automaten erarbeitet. Die Idee war eine Art "Frankiermaschine mit Münzeinwurf". Das Pflichtenheft ging an alle Automatenhersteller der Schweiz. Die Firma Frama hat den Wettbewerb gewonnen und dann die ersten Prototypen hergestellt.

Am 9. August 1976 wurden die ersten vier Automaten in Zürich, Bern, Grindelwald und Genf aufgestellt. Diese ersten Versuchsmarken trugen noch die Standortnummern A1-A4, um Fehler bei den Prototypen schneller zu lokalisieren (MiNr. 1).

Der Versuch verlief äusserst positiv. Nach weniger als zwei Jahren fiel am 26. Juni 1978 der Startschuss für die flächendeckende Installation von ATM-Druckern in der Schweiz. Es wurde jetzt neu ein Klischee ohne Automatenbezeichnung verwendet (MiNr. 2). Ab 1979 stellte die Post die Klischees in einem kostengünstigeren Verfahren her. Unbeabsichtigt geriet die Landesbezeichnung HELVETIA bedeutend kleiner (MiNr. 3). Dieses Einheitsklischee wird seit 1979 unverändert verwendet.

Das Sicherheitspapier mit dem graublauen Rosettendruck wurde bei Bedarf nachgedruckt. Aus technischen Gründen gab es dabei teils gravierende Unterschiede. Ab 1984 erscheint der Druck schärfer, da ein neuer Zylinder verwendet wurde. Änderungen bei den Briefverarbeitungsanlagen in den Postzentren machten ab 1987 den neuen fluoreszierenden Leuchtstoff notwendig.

Als Ende 1990 das Papier wieder einmal zur Neige ging, verausgabte die Schweizer Post erstmals nach 14 Jahren eine ATM-Ausgabe auf einem neuen Papier. Auf jeder ATM erschienen jetzt über 40 winzig kleine PTT-Logos in gelber Farbe (MiNr. 4). Bei diesem gelben Papier gab es Probleme mit dem Gummi. Neben schlechten Klebeigenschaften schmeckte er auch scheusslich. Es musste also wieder Ersatz her.

Bereits 1993 folgte das Papier mit den grünen Umrissen der Schweiz (MiNr. 5). Mit Ausnahme der ganz neuen Automaten mit den Motivmarken ist diese Briefmarke in weit über 2000 Geräten auch heute noch erhältlich.

Auf private Initiative startete die Wertzeichenabteilung 1995 den Versuch mit einer erstmaligen Sonderausgabe. Die Ausgabe "Basler Taube 1995" (MiNr. 6) anlässlich der Nationalen Briefmarkenausstellung wurde ein voller Erfolg. Dieser finanzielle Erfolg war mit ein Grundstein, den ATM von Grund auf ein schöneres Aussehen zu verleihen. Automatenmarken sollten auf die gleiche Ebene wie Bogenmarken gestellt werden.

Nachdem Liechtenstein Ende 1995 die neuen Bildermarken einführte, folgte die Schweiz etwas später nach. Am 14. Mai 1996 kam der neue Automat erstmals zum Einsatz. Die vier Landschaften in den vier Jahreszeiten (MiNr. 7-10) gehören zurzeit zu den schönsten ATM-Ausgaben weltweit.

Tabelle ATM-Ausgaben Schweiz
MiNr. 1 Versuchsausgabe A1-A4 09.08.1976
MiNr. 2 Helvetia gross 26.06.1978
MiNr. 3 Helvetia klein 12.01.1979
MiNr. 4 gelbe Postembleme 05.11.1990
MiNr. 5 grüne Umrisse der Schweiz 02.11.1993
MiNr. 6 Basler Taube 95 17.06.1995
MiNr. 7 Frühling (Jura) 14.05.1996
MiNr. 8 Sommer (Engadin) 14.05.1996
MiNr. 9 Herbst (Tessin) 14.05.1996
MiNr. 10 Winter (Alpen) 14.05.1996

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