Portoerhöhung und neues ATM-Programm in Frankreich

Eine Portoerhöhung mit dem neuen Tarif 14a (nach MICHEL-ATM-Katalog) gab es am 18. März 1996 in Frankreich. Seit diesem Tag sind im Satz mit allen Zudrucken gemäss MICHEL-Schema die folgenden Portostufen enthalten:

ohne Zudruck (Ecopli; langsamer Brief) 2.70 (vorher 2.40)
LETTRE (schneller Brief ab 20g) 4.50 (4.40)
J+1 (Paket im gleichen Departement; Zustellung nach einem Tag) 13.00 (13.00)
J+2 (Paket Frankreich; Zustellung nach zwei Tagen) 19.00 (17.00)

Die vorherigen Wertstufen sind nicht mehr erhältlich. Als französische Besonderheit sind immer nur die aktuellen Werte ausdruckbar. Ältere Zudruckssätze sind am Automaten nach einer Portoänderung nicht mehr erhältlich.

Der Portosatz ohne Zudrucke hat sich bei den Ausgaben aus den DIVA- und LISA-Automaten am 18. März 1996 ebenfalls geändert. Gemäss dem allgemein anerkannten Schema der MICHEL-Redaktion besteht der neue Portosatz aus den Werten 2.70 / 3.00 / 3.80 / 4.40.

Der neue Portotarif vom 18. März 1996 existiert von den ATM-Ausgaben Michel-Nummern 11.1 (DIVA Vogelzug ultramarin), 13.1 b (DIVA Komet), 13.2 b (LISA Komet), 14.1 b (DIVA Vogelzug hellblau), 14.2 b (LISA Vogelzug hellblau mit rotem Wertaufdruck) und 14.2 d (LISA Vogelzug hellblau mit schwarzem Wertaufdruck).

Interessant wird dieser Tarif 14a mit den alten Zudrucken, da seit Anfang April 1996 in den LISA-Automaten landesweit ein neues Programm mit neuen Zudrucken installiert wird !

Mit dem neuen ATM-Programm sind folgende Zudrucke erhältlich:

ohne Zudruck (kleinste Portostufe für Ecopli) 2.70
E (Ecopli; langsamer Brief) 2.70
LETTRE (schneller Brief ab 20g) 4.50
C (Colieco; langsames Paket Frankreich) 13.00
J+1 D (Colissimo; schnelles Paket im gleichen Departement) 13.00
J+1 R (Colissimo; schnelles Paket in umliegenden Departements) 19.00
J+2 N (Colissimo; schnelles Paket Frankreich) 19.00

Für die Post wird es mit den neuen, feineren Zudrucken einfacher, die gewünschte Sendungskategorie sofort und richtig abzulesen.

In Frankreich werden die Quittungen auf dem Markenpapier ausgedruckt. In der Vergangenheit kam es öfters vor, dass die Quittungen zur Frankierung von Postsendungen verwendet wurden. Beim neuen Programm steht jetzt auf der Quittung ein Hinweis, dass es sich nicht um die Briefmarke handelt. Der Hinweis wurde in alle fünf Sprachen übersetzt, in welchen der Lisa zu bedienen ist. Neu steht auf der deutschen Quittung "KEINE BRIEFMARKE". Bei der englischen Quittung enthält das Programm einen peinlichen Fehler: Auf der Quittung steht "WHITOUT" statt "WITHOUT FRANKING VALUE". Ob dieser Fehler verbessert wird, steht zurzeit noch nicht fest.

ATM mit den neuen Zudrucken und Quittungen sind von den LISA-Ausgaben Komet (Michel-Nr. 13) und hellblauem Vogelzug (Michel-Nr. 14) erhältlich.

Es existieren vom neuen Tarif 14 ab 18. März 1996 und vom neuen ATM-Programm auch Marken von anderen Ausgaben (z.B. Michel-Nr. 11.2 b LISA-ATM auf dunkelblauem/ultramarinem Vogelzugpapier). Hier ist aber die Herkunft bzw. saubere Entstehung der Marken nicht geklärt. Es liegen Hinweise vor, dass Rollen von Privaten zu bestimmten Postämtern gebracht wurden, um dann mit Hilfe oder Übertölpelung der Post Raritäten zu erhalten. Solche Rollenschiebereien gab es in anderen Ländern (z.B. Deutschland und Schweiz) schon vor Jahren. Sie haben dem Sammelgebiet jeweils stark geschadet. Solchen Machenschaften muss unbedingt das Handwerk gelegt werden.

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