Nie vergessen ... (ATM-Meinungen 1983/84)

Heute, kurz vor der Ausgabe des ersten MICHEL-ATM-Kataloges, sollte man unbedingt einmal zehn Jahre zurückschauen: in die dunkle Zeit der Tickets und der Anti-ATM-Journalisten an allen Ecken. 1983/84 schrieben Zeitgenossen über ATM:

"Gemäss Interpretation des Weltpostvereins müssen die Frankiervignetten den Abdrucken der Frankiermaschinen gleichgestellt werden." (Weltpostverein)

"Die neuen Automatenmarken sollen tunlichst nicht als Briefmarken bezeichnet und damit diesen nicht gleichgestellt werden. Die Automaten-Zettel sollen nicht Briefmarken genannt und nicht auf der gleichen Ebene katalogisiert werden." (ASCAT Verband der Briefmarkenkatalog-Herausgeber)

"Es ist vor allem wichtig, die Automaten-Marken weder in Katalogen, noch in anderen Veröffentlichungen "Briefmarken" zu nennen." (IFSDA Verband der Briefmarkenhändler-Vereinigungen)

"Die UPU und ASCAT haben von dieser neuen Ware Abstand genommen. Das zu ihrer Information und Warnung." (Zeitschrift IFSDA-Report)

"Herr Gharbi (Weltpostverein) bestätigt auf verschiedene Anfragen hin, dass die UPU die selbstklebenden Etiketten nicht als eigentliche Briefmarken bezeichnet, sondern als Abdruck für die Frankierung." (Schweizer Briefmarken-Zeitung 4/84)

"Die Schweizer PTT wird danach trachten, die Einrichtung von FRAMA-Maschinen auf das absolute Minimum zu beschränken. Ich bin der Meinung, dass die Verbreitung dieser Mechanisation der Philatelie schaden kann." (Baumann, Generaldirektion PTT)

"Auch das Angebot an Automatenmarken überrascht, einmal wegen der Zahl der Länder, die mit ihnen ein zusätzliches Geschäft machen wollen, und andrerseits wegen der Sammler, die diese üblen offiziellen Machwerke bezahlen sollen." (Schweizer Briefmarken-Zeitung 2/84)

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