Belgien: Nochmals zum Scindafil-Skandal
Ganz aktuell teilt die belgische Post mit, dass "es im Juni 1990 leider vorgekommen
ist, dass Scindafil-ATM auf Sicherheitspapier gedruckt worden sind. Dieses Versehen war
wahrscheinlich die Folge des enormen Zustroms an Bestellungen und die darauffolgende
Hektik bei der Bearbeitung dieser." Ebenfalls bestätigt wurde, "dass ein
Mitarbeiter der belgischen Post an einer Ausstellung in Mainz aus seiner Privatkollektion
solche Marken weit über dem Postpreis verkauft hat (in einem ATM-Set für sieben Mark).
Der Verkauf geschah zudem ausserhalb des Standes der belgischen Post. Es handelte sich
nicht um einen offiziell amtlichen Verkauf durch die belgische Post. Inzwischen wurde
dieser Beamte strafversetzt."
Es handelt sich also bei den Scindafil-ATM (Seitz-Nr. 20), die statt auf weissem auf
Sicherheitspapier gedruckt sind, um ein Versehen der belgischen Post bzw. um eine
Manipulation eines Mitarbeiters. Diese Marken werden daher nicht als Ausgabe im
ATM-Spezialkatalog aufgenommen. Ob dafür Preise von über 100 Mark gerechtfertigt sind,
muss jeder Sammler selber entscheiden.
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