Aus für das letzte ovale Freistempelklischee
Die letzte Firmenfrankiermaschine mit einem uralten, ovalen Klischee wurde im November
1988 durch ein modernes Gerät ersetzt. Etwa um 1925 wurde diese HASLER-Frankiermaschine
gebaut und war bis vor wenigen Wochen bei der Aluminium Laufen AG in Liesberg im Einsatz.
Jetzt musste sie, auch auf Drängen der zuständigen Kreispostdirektion Basel, einer neuen
HASLER "Mailmaster" Platz machen.
Während beim neuen Modell selbstverständlich alle Wertstufen frei wählbar sind, waren
bei der alten Ausführung nur acht feste Klischees zu 5, 10, 20, 30, 40, 50, 60 und 100 Rp,
vorrätig. Andere Portostufen konnte man nur durch Kombinationen von verschiedenen Werten
erreichen. Seit einiger Zeit war dieses Gerät ein Unikum in der Schweiz, da alle alten
Maschinen entweder mit einem rechteckigen Klischee der heutigen Zeit angepasst wurden oder
ganz verschwanden. Der Besitzer der alten Maschine war aber mit der robusten
Frankiermaschine aus Eisen ! immer zufrieden. Nach seinen Aussagen hätte sie "noch
einmal 50 Jahre tadellos funktioniert". Das spricht für Wertarbeit.
Aber da gibt es noch die Schweizer Post, und die wollte das alte Ding schon lange aus
dem Verkehr ziehen. Jetzt ist es soweit: Die letzte HASLER F-106 (so die Bezeichnung)
steht in Zukunft im personalinternen Firmenmuseum der Berner Firma Hasler.
Zurück zum Inhalt