Keine Portoerhöhung am 1. April 2009
Der Preisüberwacher hat der Post mit Recht verboten, die hohen Preise für Auslandsendungen am 1. April 2009 weiter zu erhöhen.
Die Post erwirtschaftete 2008 einen satten Gewinn von hunderten Millionen Franken. Bei dieser Ausgangslage die Tarife überhaupt erhöhen zu wollen, ist fast schon
eine Frechheit. Wenn man die Preise mit den Angeboten in ganz Europa vergleicht, müssten die Preise im Gegenteil gesenkt werden. So ist es kein Wunder, dass immer
weniger Briefe versandt werden oder, wo möglich, der Anbieter gewechselt wird, wenn die happigen Preise der Schweizerischen Post weiter steigen. Wie beim Telefon wird
erst die völlige Freigabe der altmodischen Monopole günstigere Preise bringen. Deutsche Post und La Poste warten nur darauf, den Schweizer Markt
aufzumischen. Zudem sollte doch REMA mit ihren 3 neuen Briefzentren gemäss Post ab diesem Jahr die angekündigten Einsparungen bringen, zB. ab 2011 stattliche 170 Millionen
Franken jährlich. Aus meiner Sicht müssten diese Einsparungen an die Kunden weitergegeben und die Tarife für Briefsendungen Inland und Ausland günstiger werden.
Erstmals überhaupt musste die Post eine angekündigte Portoerhöhung wieder absagen. Mir ist nicht ganz klar, warum die Post diese Änderung nicht mit dem Preisüberwacher
ausdiskutiert hat, bevor sie das neue Angebot 09 ins Internet stellte. Zusätzlich kommt am 1. Juli 2009 die Senkung der Monopolgrenze auf 50 Gramm,
was nach nur 3 Monaten wieder den Druck grosser Mengen neuer Formulare und Gebührentabellen bedeutet hätte. Das Ganze ist nicht gerade ein Paradebeispiel
für eine geschickte und kluge Vorgehensweise.
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